L-Welse Torsten Hartung

Erste Erfolge bei Zuchtversuchen mit Baryancistrus demantoides

11.11.2009 16 Uhr Aktueller Stand der Lage in Kaki:

Die Larven im Inkubator schlüpfen!
Das pflegende Männchen fächelt noch immer. Es hat sich ein Stück nach hinten aus der Höhle verlagert und fördert noch mehr frisches Wasser in die Bruthöhle. Offensichtlich ist das restliche Gelege noch intakt.

Es sieht im Moment noch sehr gut aus mit der Nachzucht, aber noch sind die frischen Larven nicht über den Berg. Hier noch eine Aufnahme eines der Eier, welches ich von dem Pilz befreien aber nicht mehr retten konnte.

11.11.2009 Aktueller Stand des Geleges:

2. Tag Gelege i.O.
3. Tag Gelege i.O.
4. Tag Gelege i.O.

5. Tag 32 Eier wurden aus der Höhle gefächelt.
Davon hatten sich zwei Eier aus dem Laichklumpen gelöst.
1 Larve ist schon geschlüpft. Kopf und Schwanzflosse waren an diesem gigantischen Dottersack deutlich erkennbar.
4 Eier waren nicht befruchtet oder sind abgestorben. Eines davon war schon stark verpilzt.
Ich löste das verpilzte Ei mit einer Braunüle vorsichtig aus dem Laichklumpen.
Leider ließ sich ein daneben haftendes Ei nicht mehr retten, da der Pilz dieses schon zur Hälfte überzogen hatte, obwohl es befruchtet war.

Die Eier haben etwa eine Größe von 5-6mm.
Die übrigen drei Eier, die sich nicht weiter entwickelt hatten, wurden mit der Braunüle aufgestochen und der Inhalt wurde aufgesogen, damit nicht hier der Pilz auf die anderen Eier übergreifen kann.
Der Laichklumpen wurde dann in einen "Brut-Inkubator" (gebaut von Gerd Arndt) überführt.


Bei Ancistren und Sturisoma habe ich mit diesem "Brut-Inkubator" bislang nur gute Erfahrungen gesammelt.
Der Schlupf der Larven ging darin wesentlich schneller und ich habe viele Gelege vor der Verpilzung retten können. Über einen Luftheber wird mit Sauerstoff angereichertes Wasser in eine Kammer gefördert. Von dort drückt das Wasser dann von unten durch einen Spalttrichter und umströmt das Gelege. Die Strömung verwirbelt das Gelege ganz leicht. Nach einiger Zeit lösen sich dann die Eier aus dem Klumpen und sie schweben förmlich in der Mitte des Trichters.

Der Bock sitzt aktuell noch immer fächelnd in der Bruthöhle. Im Gerdkasten ist etwas weißer und fester Kot zu sehen. Es ist oft ein Anzeichen dafür, dass das Gelege gefressen wurde. Ich hoffe in diesem Fall, dass er nur verpilzte oder unentwickelte Eier gefressen hat. Bei anderen Arten kann die Selektion im Gelege ja auch oft beobachtet werden.
Vielleicht ist das der Grund, warum Gelege oft gespalten werden.
Ich habe festgestellt, dass bei Gelegen, die verpilzte oder unentwickelte Eier beinhalten, oft diese Spaltung und das Herauswirbeln des Geleges die Folge ist.

Das ursprüngliche Gelege dürfte etwa 60 - 70 Eier gehabt haben. Da ich die Bruthöhle im "Gerd - Kasten" nicht einsehen kann, ist mir eine abschließende Beurteilung nicht möglich.

Das Männchen fächelt aber noch immer.
Ich denke positiv und nehme an, dass dort noch das restliche Gelege betreut wird.

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